Sonntag, 17. Januar 2016

Sündenpfuhl


Das Wort Sündenpfuhl bezeichnet einen Ort, an dem nach bestimmten Vorstellungen besonders "sündiges", unmoralisches oder verwerfliches Verhalten besteht. Historisch bezieht sich der Begriff dabei häufig auf sexuelle Handlungen und wird mit Lust, Dekadenz, Prostitution oder Orgie assoziiert. In der heutigen Verwendung wird meist ironisch die Missachtung konservativer Moralvorstellungen gemeint.

Der Begriff wird eher metaphorisch gebraucht, wörtlich zusammengesetzt aus "Sünde", im christlichen Verständnis eine falsche, von Gott getrennte Lebensweise oder verwerfliche Tat, sowie "Pfuhl", einem kleinen, eher schmutzigen Tümpel oder als feuriger Pfuhl die Hölle in der Lutherbibel. Der Duden verweist in der Begriffserklärung auf das seltener genutzte Wort Sündenbabel, womit ein "Ort, Stätte moralischer Verworfenheit, wüster Ausschweifung des Lasters" gemeint ist. Hier zeigt sich die christliche Herkunft der Bezeichnung, hergeleitet vom antiken Babylon (Babel), das in der Bibel als Ort des Unglaubens und der Unzucht dargestellt wird und auch in der Beschreibung der Hure Babylon ihren Ausdruck findet. Ebenso gelten Sodom und Gomorra als typischer Sündenpfuhl.

Das Deutsche Wörterbuch der Brüder grimm führt Verwendungen des Wortes in der deutschen Literatur seit dem 16. Jahrhundert auf und erklärt es als  1.) Zustand schlimmster Sündenbefleckung sowie ebenso als 2.) Stätte des Lasters. In dieser Zeit wurde vor allem das ausschweifende und freizügige Leben der Großstadt als Sündenpfuhl bezeichnet, vor allem in Paris oder Berlin. Vereinzelt findet sich auch der Ausdruck Sündenstadt.
Quelle: Wikipedia

Samstag, 16. Januar 2016

Da hab ich doch



...ein Vorurteil vergessen. 

"Ihr geht doch einfach nur mit Erlaubnis Eures Partners fremd, wenn ihr in den Swingerclub geht! Eure Beziehung kann doch nicht stimmen!

So las ich nach meinem letzten Blogbeitrag. Ist es das? Genügt uns der eigene Partner nicht mehr? Gegenfrage, auch wenn es unhöflich ist, eine Frage mit einer Gegenfrage zu beantworten: Wenn wir unser Sexleben ausdehnen, indem wir uns Vibratoren, Dildos, andere Toys zulegen, würde uns dann jemand unterstellen, dass in unserer Beziehung etwas nicht stimmt? Nein! Denn diese gelten ja überall als Erweiterung der Möglichkeiten im Sexspiel. Sie sind überall anerkannt. Hey, die Werbung von Eis.de und Amorelie läuft sogar allzeit im TV.

Die Besuche im Club sehen wir ähnlich. Sie sind eine Erweiterung unseres Liebesspiels. Aufgrund der Räumlichkeiten hat man ganz andere Möglichkeiten. Weitere Spielpartner müssen uns beiden zusagen. Klar, es sind Menschen und natürlich möchte man auch, dass es allen gefällt, aber sämtliche Regeln sind auch unausgesprochen klar.

Keiner würde mir meinen Partner dort abluchsen und so wenig würde ich es wagen, in fremden Revieren zu wildern.

Fremdgehen fängt für mich da an, wo ich meinem Mann diese Kontakte verheimliche. Und das ist nicht nötig! Übrigens findet man den Betrug am Partner in Swingerkreisen doch eher seltener, als bei Nichtswingern... Also...

Let's swing!

Freitag, 8. Januar 2016

Let's swing!

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- "Swingerclubbesuche zerstören Partnerschaften!"

- "Im Swingerclub sind doch nur Leute, die es nötig haben!"

- "Menschen, die in einen Swingerclub gehen, haben doch irgendwelche Probleme, die sie kompensieren müssen!"

- "Im Swingerclub hat jeder mit jedem Sex!"

- "Im Swingerclub sind doch alle nackt!"

- "Um in einen Swingerclub zu gehen, muss man doch einen Traumkörper haben!"

- "Im Swingerclub sind Frauen doch Freiwild für die anwesenden Singlemänner!"

- "Im Swingerclub wird doch nur gevögelt!"

- "Swingerclubs sind unhygienisch und man kann sich doch Gott weiß was holen!"

- "Im Swingerclub muss ich unbedingt beim Partnertausch mitmachen!"

- "Im Swingerclub wird man zu sexuellen No-Gos überredet!"

- "Bei einem Erstbesuch im Swingerclub wird man als Frischfleisch angesehen und alle fallen über einen her!"

- "Die Menschen im Swingerclub sind doch uralt!"

- "Die Singlemänner im Singleclub kriegen sonst keine Frau ab!"

- "Swingerclubs sind doch total teuer!"


Na, sagen Euch all diese Vorurteile etwas? Viele Menschen, die niemals einen Swingerclub betreten haben und es laut eigener Aussage auch nie machen würden, haben trotz allem doch ein ureigenes, detailliertes Bild, was genau in solch einem Club passiert. Das Bild wird durch "Real-Dokus" auf diversen TV-Sendern noch geschürt. Und eben genau aufgrund dieses Bildes würden sie einen Club nie besuchen.

Vorab: Es ist ok, wenn man keinen Swingerclub besuchen möchte. Der Clubbesuch ist nicht jedermanns Sache und das haben alle zu akzeptieren. Mir wären die Swingerclubs ansonsten auch viel zu voll, wenn alle Welt ihre Wochenenden dort verbrächte. Allerdings sollte man nicht aufgrund von Unwahrheiten über einen Swingerclub urteilen - zumal man damit auch automatisch ein Urteil über die Menschen abgibt, die in Swingerclubs gehen. Über uns z.B. ...


"Swingerclubbesuche zerstören Partnerschaften!"
- Eine Beziehung, die an einem Besuch eines Swingerclubs wirklich scheitert, ist eine Beziehung, die auch sonst schon massive Defekte hat. Und eine kaputte Partnerschaft ist absolut keine Grundlage in einen Club zu gehen. Die Partnerschaft muss funktionieren! Beide sollten sich einig sein, was sie im Club möchten. Es sollte nichts gemacht werden, was für einen der Partner nicht in Ordnung ist. Je nachdem, wie gut man einander kennt, sollte man dieses unbedingt vorher klären. 

Wir haben vorher nichts abgesprochen. Es lief einfach. Aber in einer Ehe, in der wir offen miteinander reden, können wir auch gut einschätzen, was für den jeweils anderen ok ist und was der andere so gar nicht sehen will. Mögliche Unsicherheiten können im Club natürlich auch durch Blicke geklärt werden.

Auch vertrauen wir einander. Vertrauen ist leider ein großer Mangel in vielen Ehen. Fehlendes Vertrauen, am besten noch gepaart mit mangelndem Selbstbewusstsein führt ganz schnell zu großen Problemen, die in dem Fall natürlich auch im Swingerclub eskalieren könnten.


"In Swingerclubs sind doch nur Menschen, die es nötig haben!"
- Menschen, die was nötig haben? Sex? Die meisten Paare, aber auch Einzelpersonen, die Swingerclubs besuchen, haben in der Regel auch außerhalb der Clubs ein erfülltes Sexleben. Die Paare haben normalerweise außerhalb des Clubs eine gute Beziehung zueinander. Ohne diese funktionierende Partnerschaft hätten wir uns nie zu einem Clubbesuch bereit erklärt. Unser Sexleben war schon immer erfüllt und wurde durch den Club nur bereichert.


"Menschen, die in Swingerclubs gehen, haben doch irgendwelche Probleme, die sie kompensieren müssen!"
- Ja, bestimmt hatten sie eine total kaputte Kindheit und haben heute nun diverse große und kleine Minderwertigkeitskomplexe. So hat ja schließlich auch jeder Dom ein Problem mit Frauen. Achtung, das war Ironie. Menschen, die Swingerclubs besuchen, sind ganz "normale" Menschen, viele stehen mitten im Berufsleben, haben Familie, vielleicht Kinder und sind oft einfach sexuell aufgeschlossener, als Nichtswinger. Der Bäcker von nebenan, vielleicht gar die Arbeitskollegin (Keine Sorge, wenn man auf Bekannte trifft, die sind ja dann genau wie man selbst im Club. Da wird nicht getratscht!), der Polizist, der die letzte Straßenkontrolle gemacht hat, die Mami, die ihr Kind heute von der Grundschule holte,...Keinem Menschen sieht man an, ob er Swinger ist oder nicht. Aber auch wenn Swinger sicher nicht alle perfekt sind, sie haben ein gesundes Selbstbewusstsein.


"Im Swingerclub hat jeder mit jedem Sex!"
Nein! Um Gottes Willen! Ich würde gar nicht mit jedem dort Sex haben wollen. Jeder von uns hat doch individuelle Ansprüche, wie der Mensch, mit dem man Sex hat, sein soll und diese sollen die Menschen, mit denen ich im Club Sex habe, bitte auch erfüllen. Ein "Nein" - ob wörtlich ausgesprochen, oder durch Gesten (Wegschieben einer streichelnden Hand, ablehnender Blick) hat wie im realen Leben auch, immer akzeptiert zu werden. 

"Im Swingerclub sind doch alle nackt!"
Im Swingerclub gibt es einen Dresscode. Frauen tragen in der Regel sexy, frivole Dessous, teils wirklich phantasievoll, hochhackige Schuhe oder erotische Sandalen. Männer sind mit einem Hemd, einem engen T-Shirt, Retro-Boxer und passenden Schuhen (Bitte keine Badeschlappen, die zählen als No-Go!) gut bedient. Auch wenn erotische Mode bei Männern immer mehr aufkommt, haben Frauen es hier oftmals leichter etwas zu finden. Am leichtesten haben es natürlich - wie immer, die schlanken Frauen. Als kurviges Weib, wie ich eines bin (48) muss man schonmal etwas mehr suchen. Aber auch hier wird man fündig. 

Es gibt im Club FKK-Abende, aber selbst hier sind die Gäste oft mit Fliege, Krawatte oder ähnlichem bekleidet.


"Um in einen Swingerclub zu gehen, muss man doch einen Traumkörper haben!"
Muss man? Nun, ich schaue gerade mal an mir herunter...deutlich ein paar Kilo zuviel auf den Hüften, sehr kurvig. Früher hatte mein Körper mir derbe Komplexe gemacht. Aber, dass legte sich mit der Zeit - schon vor meinem ersten Clubbesuch. Eines sollte man haben: Ein gesundes, normales Selbstbewusstsein dem eigenen Körper gegenüber.

Im Club sieht man alle Arten von Menschen. Es gibt in vielen Clubs auch regelmäßig Molly-Parties, auf denen vorrangig Menschen sind, die sehr kräftige Rundungen haben. Aber auch bei den anderen Motto-Parties oder mottolosen Tagen sieht man eigentlich alles von ganz dünn bis dick. Grundlage ist halt wirklich: Das Selbstbewusstsein sollte passen. Das heißt nicht, dass man mit dem eigenen Körper zu 100 % happy sein muss. Jeden stört wohl irgendwas an seinem Körper.

Und manch ein begehrender Blick tut dem eigenen Selbstbewusstsein doch auch gut und man sieht seinen Körper aus ganz anderer Sicht.


"Im Swingerclub sind Frauen doch Freiwild für anwesende Singlemänner!"
Singlemänner zahlen in der Regel höheren Eintritt für den Club, damit sie gar nicht erst in Versuchung geraten, ihn mit einem Bordell zu verwechseln. So ist es häufig auch so, dass der Anteil an Singlemännern im Club eher gering ist. 

Die anwesenden Singlemänner haben - genau wie alle anderen - ein "Nein!" zu akzeptieren. Wird es nicht akzeptiert, so sorgt der Club bald dafür, dass der Gast, der es nicht akzeptieren kann, geht.


"Im Swingerclub wird doch nur gevögelt!"
Bei jedem Besuch im Club gilt das Motto: Alles kann, nichts muss! Klar, können die Menschen Sex haben, aber mit dem Restaurantbereich, der Bar, Whirlpools oder Saunen gibt es immer Bereiche, in denen vielleicht mal heftiger geknutscht oder gestreichelt wird, jedoch kein direkter Sex stattfindet.

Fürs Vögeln sind "die Matten" da, die in dem Sinne auch durch einen Gynstuhl oder Bock dargestellt werden können. 

Es gibt dort genauso gut Menschen, die einfach nur kommen, um gut zu essen, etwas zu trinken, an der Bar zu reden oder anderen zuzusehen. Ein bisschen Voyeurismus kann in einer Beziehung sehr stimulierend wirken. 


"Swingerclubs sind unhygienisch und man kann sich doch Gott weiß was holen!"
In einem ordentlichen Swingerclub wird genau auf Hygiene geachtet. Setzt man sich irgendwo oder nutzt die "Matten", so legt man Handtücher unter. WCs und Duschen sind immer ebenso sauber wie Whirlpools und Saunen.

Überall, wo gevögelt werden darf, findet man Kondome und in jedem Raum natürlich auch ein Mülleimer, die Kondome nach Gebrauch zu entsorgen (übrigens: Vor dem Entsorgen bitte zuknoten!).

"Im Swingerclub muss ich unbedingt beim Partnertausch mitmachen!"
Auch hier gilt wieder: "Alles kann, nichts muss!" Wenn ein Paar sich sicher ist, Partnertausch zu wollen und auf ein weiteres Paar kennenlernt, welches gerne Partnertausch will, dann steht dem nichts im Wege. Aber jeder wird immer ein nein akzeptieren.

Macht man bei einem Partnertausch mit gilt selbstredend wieder: Keine schädigende Eifersucht! Absolutes Vertrauen! Beides ist Grundlage für einen Partnertausch. Es bringt doch nichts, wenn man es im Swingerclub zwar mitmacht, sich danach jedoch zuhause darüber streitet. 

Man sollte sich vor einem Partnertausch einig sein, ob man es wirklich will, aber genauso sollte man sich einig sein: Was sind hier die Bedingungen. Für uns kommen hier nur Paare in Frage, bei denen wir beide mit beiden Teilen des Paares einverstanden sind

"Im Swingerclub wird man zu sexuellen No-Gos überredet!"
Ein "Nein" ist und bleibt auch im Swingerclub ein "Nein". Man sollte sich allerdings selbst genau bewusst sein, was denn für einen selbst No-Gos sind. Leider sind viele Menschen sich darüber gar nicht so wirklich klar und einige stellen im Endeffekt dann fest: Hm, ich hab es zwar mitgemacht, aber das wollte ich so gar nicht.

Das liegt dann an jeder Person selbst, aber sicher nicht am Club. Hier wird von jedem ein "Nein" als solches akzeptiert.


"Bei einem Erstbesuch im Swingerclub wird man als Frischfleisch angesehen und alle fallen über einen her!"
Kein Mensch trägt einen Stempel auf der Stirn, der besagt, er sei das erste Mal in einem Swingerclub. Und selbst wenn, haben wir die Erfahrung gemacht, einfach freundlich willkommen geheißen zu werden.

Sollte man ein mulmiges Gefühl bzgl. des ersten Besuchs haben, so bietet z.B. die Community Joyclub Swinger-Paten an,die einen begleiten. Wir hatten auch sehr liebe Begleiter an unserem ersten Abend im Club.


"Die Menschen im Swingerclub sind doch uralt!"
Auch das ist einfach nicht wahr. Eigentlich findet man im Club alle Altersgruppen vertreten. Natürlich gibt es auch Clubs, in denen jüngere oder ältere überwiegen. Hier kann man allerdings bei Joyclub oder Swingerglück oft auch nachlesen, wie der Altersschnitt in der Regel ausschaut. Ist man im Joyclub angemeldet, so hat man auch die Möglichkeit die Profile der Gäste zu sehen, die über den Joyclub in den Swingerclub kommen. Hier sieht man Alter, Vorlieben und vielleicht sogar Bilder. 


"Die Singlemänner im Swingerclub kriegen sonst keine Frau ab!"
Die Eintrittsgelder für Singlemänner sind in den Clubs in der Regel so hoch, dass sie nicht in Versuchung kommen, den Club mit einem Bordell zu verwechseln. In der Regel ist es einfach so, dass sie in einem Club etwas Abwechslung suchen.


- "Swingerclubs sind doch total teuer!"
Ja, Swingerclubs haben ihren Preis. Schaut man sich jedoch an, welche Leistung man zu diesem Preis erhält ist es in der Regel absolut nicht zuviel Geld, welches man zu zahlen hat, sondern durchaus angemessen. 

Mich stimmen eher besonders billige Clubs nachdenklich, weil ich mich dann frage, woran sie genau sparen...


Ihr Lieben, ich hoffe, ich konnte etwas Licht in die Gerüchteküche bringen. Ihr habt noch Fragen? Einfach melden...

Eure Aimee

Mittwoch, 6. Januar 2016

Unsere Freiheit


Ich überlegte, rang mit mir selbst. Meine Meinung zu den Vorfällen in Köln, Hamburg und Stuttgart zu schreiben heißt zugleich, dass ich sicherlich wieder einmal einige Menschen gegen mich aufwiegele. Schließlich ist es eine Kritik an der eigenartigen Multikulti-Einstellung, die viele Menschen hier inzwischen aufweisen.

Vorab: Es ist gleich, durch wen sie geschieht: SEXUELLE GEWALT GEGEN FRAUEN IST EIN ABSOLUTES NO GO! "Nein" heißt "Nein"!

Blickt man nun durch die Nachrichten, so ist dort eine Hälfte, die propagiert, das liege alles an den Flüchtlingen und Merkels "Refugees Welcome-Kultur" und eine andere Hälfte, die das andere Extrem wählt und sagt, es seien weder Flüchtlinge noch Ausländer gewesen und man dürfe nun nicht alle verurteilen. Und dann ist da noch eine Frau Reker - Kölns Oberbürgermeisterin, die fordert, dass Frauen nicht mehr alleine auf Feiern gehen und optimal eine Armeslänge Abstand zu Fremden halten.

Natürlich erhitzen solche Vorfälle die Gemüter, dennoch bringt das Extreme hierbei rein gar nichts. Es sind weder alle Flüchtlinge böse, noch alle gut. Einen Fortschritt brächte es allerdings, dass wir mit Flüchtlingen, die straffällig werden genauso verfahren, wie mit Einheimischen, die straffällig werden und sie in einem weiteren Schritt ggf. dann auch ausweisen. Denn in dem Moment sähen die Bürger: Es wird etwas getan. Und die Flüchtlinge, die sich vernünftig verhalten stünden in einem deutlich besseren Licht dar. Denn die Menschen neigen dazu, zu verallgemeinern - in jeder Hinsicht.

Die Vorfälle müssen allesamt aufgeklärt und die Täter gerecht bestraft werden - unabhängig von ihrer Nationalität und ihrem Status im Land!

Was mich jedoch mehr erschreckt ist, was Frau Reker hier fordert. Frauen, geht besser nicht alleine auf die Straße. Frauen, haltet zu Fremden eine Armeslänge Abstand (technisch auf Großveranstaltungen, in vollen Zügen und Bussen, in Menschenmassen in Straßenzügen zu Karneval nicht umsetzbar)! Viele Frauen schreien hier zurecht auf. 

Hier fehlt jetzt eigentlich nur noch: Frauen, zieht Euch nicht so an, dass Ihr in irgendeiner Weise sexuell anziehend wirken könnt. Frauen, wagt es nicht, mit irgendwelchen Menschen zu flirten, sie könnten das als "Ok" zum Sex verstehen.

Ich habe nun selbst das Glück auf dem Lande zu leben. Solche Großstadtprobleme haben wir hier derzeit nicht. Hier treffen auch nicht solche Mengen an Kulturen und Religionen aufeinander. Kleine Vorfälle gibt es, die sicher auch zu verurteilen sind, doch es hält sich alles in Grenzen.

Allerdings besitze ich auch die Fähigkeit zu denken und die Gedanken sind weniger schön. Wir Frauen haben uns hier eine gewisse Freiheit erkämpft. So oder so... und diese wollen wir auch behalten und zwar, ohne befürchten zu müssen, dass freies, freizügiges Verhalten jedem gleich den Freibrief gibt, über uns drüber zu rutschen. Ja, ich schreibe in meinen Geschichten auch über Frauen, die gegen ihren Willen genommen werden, und Fakt ist: Diese erotische Phantasie spukt in vielen Frauenköpfen herum. Doch es ist immer so, dass nicht alle Phantasien auch erfüllt werden wollen! Jeder hat Phantasien, die er als Phantasien genießt, jedoch nie erleben will. Auch das erotische Schreiben gehört zu den Freiheiten, die wir als Frauen haben und gewiss nicht opfern wollen, weil unsere Politik nicht in der Lage ist anderen Kulturen beizubringen, die hiesigen Gepflogenheiten zu akzeptieren.

Wir sind regelmäßige Clubbesucher. In einem Swingerclub laufen die Menschen in Dessous herum, sind teils komplett unbekleidet. Dennoch wird ein "Nein", welches zumeist nur in Form eines Blickes oder einer sanften Geste kommuniziert wird, immer wieder ganz selbstverständlich akzeptiert. Ansonsten dürften "Gäste", die das nicht akzeptieren auch sofort den Club verlassen.

Vielleicht sollten wir ein wenig von diesem Verhaltenscodex auch auf die Öffentlichkeit übertragen?