Donnerstag, 31. Dezember 2015

Adieu 2015


2015…ein Jahr geht vorbei. Immer wieder hört und liest man „Im neuen Jahr wird alles besser“ und man bekommt einen Eindruck, wie schlimm für den Sprecher das Jahr 2015 war. Sicher, es hatte nicht nur positive Momente. Doch ist es nicht viel schöner, wenn wir, statt auf das Schlechte ausschließlich auf das Gute im vergangenen Jahr zurücksehen? Zurücksehen auf die Dinge, die wir geschafft haben, auf die schönen Erlebnisse.  Und mein Gott, ja, davon gab es 2015 ganz viele. 

Allem voran, war es das verflixte siebte Ehejahr für meinen Mann und für mich. Verflixt? So sagt man… So heißt es doch… Warum eigentlich? Für unsere Partnerschaft war dieses Jahr wunderbar, voller neuer Eindrücke, voller Intensität und Zuneigung, voller Lust, Liebe und Leidenschaft. Ein Jahr in dem wir in vieler Hinsicht gemeinsam gewachsen sind und in dem dennoch das Herzklopfen des Beginns bewahrt werden konnte.

2015 – ein weiteres Jahr mit zwei tollen Hunden, die uns auf fast all unseren Wegen begleiteten, die so langsam älter werden. Momo bekommt das ein oder andere Marottchen, aber diese Macken machen sie doch noch liebenswerter. 

Im Januar diesen Jahres zog ein kleiner, grüner Giftfrosch ein. Der Seat Leon – giftgrün passt doch hervorragend zu uns! Es begannen sich in diesem Monat die Weichen für einen Neubeginn zu stellen. 

Im Februar dann gingen wir unter die Terraristiker. Zwei Blaue Bambuszwerggeckos bezogen ihr neues Heim in unserem Haus. Für Stefan begann das letzte Lebensjahr mit einer drei davor. Im nächsten Jahr wird es dann die vier.

Der März war ruhig. Ein Besuch bei Martin Rütter brachte den erwarteten Spass. Es ist doch immer herrlich, die Menschen im Publikum zu beobachten. Die Frauchen, die sich immer wieder so ertappt fühlten, die Herrchen, die scheinbar eigentlich nur wegen Frauchen da waren. Beruflich reichte ich meine Kündigung ein.

Der April begann mit einem gemütlichen Osterfest und brachte uns mehr und mehr den Frühling. Der Garten wuchs um ein Hochbeet. Endlich kein Gemüse mehr ernten, das vorher schon von den Hunden als Ruheplatz genutzt worden war. Wir besuchten zwei großartige Frei.Wild Konzerte!

Im Mai dann ging es endlich in den Urlaub. Mit den Hunden nach Südtirol – wie so oft in den letzten Jahren. Wandern, Entspannung pur.

Anfang Juni dann – wir weilten noch in Südtirol – gab es das erste Tattoo… Ohoh…Tätowiert werden macht süchtig…hoffentlich ist noch lange genug Platz auf der Leinwand Körper.

Im Juli startete für uns das Fitnessprogramm. Es hatten sich doch mehr als genug Pfunde auf meinen Hüften verewigt und die wollte ich nicht mehr. Außerdem hatte ich im Urlaub festgestellt, dass es unlustig ist, immer keuchend hinterdrein zu tapern. Also: Auf ins Fitnessstudio! Zudem  besuchten wir mit Momo und Tapsi das Sommerfest des Tierheims Andernach, aus dem die beiden 2008 zu uns gezogen waren. 

Der August startete mit dem Schützenfest, ließ kurz nach meinem 35sten neue Freunde in unser Leben treten, die wir kaum mehr missen mögen und endete perfekt mit einem weiteren Urlaub mit den Hunden in Südtirol.

Im September gab es Spaß beim alljährlichen Feuerwehrfest und unser Rudi – unser kleiner holländischer Wohnwagen – kam zu uns. Endlich nicht mehr nur überlegen, wir könnten ja mal, sondern einfach mal machen.

Der Oktober war mein letzter Monat im alten Job. Der erste, kurze Campingurlaub an der Nordsee wurde gemacht. Gott, wie viele Jahre hatte ich das Meer schon nicht mehr gesehen. Es war wunderschön.

Im November dann startete der neue Job, eine neue Herausforderung mit viel Arbeit, aber auch ganz viel Spaß. Wir besuchten zum ersten Mal das „Nass“ in Arnsberg – nur zu empfehlen – Wellness pur, gingen in Warstein wandern und feierten am Ende „Advent, Advent, der Dorfplatz brennt“.

Der Dezember war ein ruhiger besinnlicher Monat. Eine OP zwang mich daheim zu bleiben. Wir besuchten aber zuvor noch den wunderschönen Lichterweihnachtsmarkt in Dortmund. Nächstes Jahr wird dort definitiv gecampt. Weihnachten kam…danach dann der 31. und da stehen wir also nun…

Ich wünsche allen, die mich in diesem Jahr auf welche Weise auch immer begleitet haben, einen guten Rutsch in das Jahr 2016. Ich danke Euch, dass Ihr da wart und da seid.

Samstag, 26. Dezember 2015

"6 Wahrheiten über Sex während der Periode"


Kennt jemand die Nachrichten-/Medienwebsite Bettgeflüster auf Facebook? Ich sage Euch,wenn man es nicht wörtlich nimmt bietet sie ein perfektes Amusement. Allerdings mache ich mir Gedanken, dass viele Frauen solche Seiten ja förmlich als Bibel des Verhaltens in der Sexualität sehen. 

In den letzten Tagen stieß ich auf einen geteilten Beitrag auf dieser Website. Geteilt wurde der Beitrag von der Seite fem. Im Ursprung lautete der Titel: "6 Wahrheiten über Sex während der Periode". Bettgeflüster machte daraus direkt einmal: "6 ekelhafte Wahrheiten über Sex während der Periode - OMG!". Hinzugefügt wurde noch ein lustiges Bild einer Frau aus deren Mundwinkel Blut fließt. Ist ja jetzt keinerlei Wertung eingeflossen, nein. Achtung, das war Ironie - für diejenigen, die es mit diesem Stilmittel nicht so sehr haben. 

6 ekelhafte Wahrheiten über Sex während der Periode! Hiermit wird doch schon vorneweg gesagt: Sex während der Periode ist böse! Es ist ekelhaft und abstoßend!

Ist es das denn wirklich? Schauen wir uns doch erst einmal den Originalartikel an.

fem. fragt im einleitenden Text, ob Sex während der Periode nun ekelhaft oder heiß sei. Deutlich weniger wertend, denn jede Frau kann und soll doch entscheiden, ob sie es mag oder nicht. Dann allerdings beginnt der Artikel und hier heißt es "Die Erdbeerwochen stehen an und Sie haben Lust auf Sex? Dann sollten Sie unbedingt weiter lesen, denn wir verraten Ihnen sechs unglaubliche Wahrheiten über Sex während der Periode!" Gut, hier zeigt sich schon, eigentlich sollte man, wenn die rote Tante zu Besuch ist, die Finger von der Vögelei lassen... laut Autorenmeinung.

Werfen wir doch nun einmal einen Blick auf die unglaublichen Wahrheiten.

"1. Periode schützt nicht vor Schwangerschaft 
Viele Menschen leben im Irrglauben, dass man während der Periode nicht schwanger werden kann. Das ist leider falsch, hier ist nämlich Vorsicht geboten! Falls Sie während der Menstruation die Lust packt, sollten Sie ein Kondom benutzen!"

Ist es tatsächlich noch so, dass viele Menschen das glauben? Ui, naja...ich hoffe und bete, dass die Menschen soweit aufgeklärt sind, doch laut Clearblue gehört das tatsächlich noch zu den beliebtesten Mythen um die Verhütung. Klar, eigentlich ist eine Schwangerschaft nur um den Eisprung herum möglich. Die Spermien überleben allerdings einige Zeit im Scheidenmilieu, so dass man durchaus während der Regel auch fruchtbar sein kann.

Spricht diese Wahrheit nun gegen Sex während der Periode? Ist sie gar ekelhaft? Nein, absolut nicht, denn dann wäre Sex ja immer, wenn man schwanger werden kann, abstoßend. No way! Wie der Verfasser des Artikels schon sagt: Kondom benutzen! Verhütet man einfach, wie sonst auch, während des Sexes, so steht einem lustvollen Akt nichts im Wege.

"2. Lust auf Sex kann sich in Maßen halten
Viele Frauen haben während Ihrer Tage Schmerzen, Krämpfe, Übelkeit oder Schwindelgefühle. In so einer Situation hat kaum eine Frau Lust auf Sex. Nein, ein Blowjob ist auch nicht drin!"

Ach? Echt? Ich kann jetzt erst einmal nur von mir selbst ausgehen - wie es jede Frau natürlich auch tun sollte. Dieser Punkt ist rein individuell zu sehen. Ich gehörte immer zu denen, die gerade in den ersten Tagen der Regel wirklich extreme Unterleibskrämpfe hatten, die auch in die Beine zogen. Kreislaufprobleme ergänzten das Paket und vollendet wurde es an absoluten Hochpunkten durch rasende Migräne, die immer einen gewissen Brechreiz mit sich brachte. Mit Gesamtpaket war mir dann auch tatsächlich nicht nach Sex. Kuscheln...auch erotisches Kuscheln, Streicheln des Pos oder der Brüste - das war ok. Umgekehrt natürlich auch Bekuscheln meines Liebsten.

War diese ganz schlimme Zeit allerdings vorbei - wie gesagt, das fand meistens nur zu Beginn der Periode statt, so genoss ich den Sex in vollen Zügen. Hielten lediglich die Bauchschmerzen an, so liebte ich es, meinem Mann voller Geilheit einen zu blasen.

Was und wie es stattfindet, liebe Mädels, dass beschließt IHR selbst und niemand anderes - gut - Euer Partner oder Eure Partnerin hat da natürlich ein gewisses Mitspracherecht.

"3. Tampon kann Unheil verursachen
Achtung, liebe Ladys! Vergessen sie ja nicht, vor dem Akt den Tampon rauszuholen. Denn das kann ziemlich schmerzhaft werden. Die Gefahr, dass Sie ihn selber nicht mehr rausbekommen, ist auch sehr groß. Und auf einen peinlichen Tampon-Raushol-Besuch beim Frauenarzt haben Sie bestimmt keine Lust, oder?"

Vorab - Euer Gynäkologe hat wahrscheinlich schon so viele "Unfälle" gesehen, da braucht Euch nichts unangenehm oder peinlich sein. Dennoch solltet Ihr Euren Tampon definitiv vor dem Geschlechtsverkehr aus Eurer Vagina entfernen. Ein Ersatz für den Tampon ist hier das Gynotex Schwämmchen. Es verbleibt während des Verkehrs in der Scheide und lässt sich danach problemlos entfernen.

"4. Im Bett kann es ein Blutgemetzel geben
Sie haben sich der Lust hingegeben und Ihren Partner in Ihr Höschen gelassen, leider haben Sie die
Folgen nicht bedacht. Nach dem Sex erblicken Sie ein wahres Blutgemetzel auf Ihrem Bett. Das ist ziemlich unerotisch. Deswegen sollten Sie immer ein Handtuch (am besten dunkel) oder Ähnliches unterlegen. Denn Blutflecken kriegt man nur schwer raus!"

Ja, es stimmt, Blutflecken lassen sich nur schwierig aus dem Stoff entfernen. Das kennt wohl jeder. Aber mit den eben schon erwähnten Gynotex-Schwämmchen ist das kein Problem. Die halten die Sauerei dort, wo sie stattfindet. Ansonsten...Handtuch drunter legen...gut, das kennen wir aus diversen Swingerclubs, wo es einfach hygienischer ist, weil viele Fremde aufeinander treffen. Dort ist das auch ok. Ansonsten hat das untergelegte Handtuch für mich wenig Erregendes, da Sex auf diese Weise doch irgendwie den Stempel "unsauber" oder "unnatürlich" bekommt und das ist der Geschlechtsverkehr definitiv nicht.

"5. Sex unter der Dusche ist der perfekte Ort für das Liebesspiel
Um ein Blutgemetzel im Bett zu umgehen ist die Dusche der perfekte Ort für Sex während der Periode. Das Blut wird praktischerweise einfach weggespült!"

Laut "Bettgeflüster" das ekligste überhaupt. Auch ich empfinde es nicht so schön, allerdings weniger wegen Blut oder ähnlichem, sondern weil ich Sex unter der Dusche nicht so entspannt empfinde. Das hängt bei mir allerdings vorrangig mit meiner Abneigung gegenüber für mich unbequemen Stellungen und Gefahren des Rutschens während des Sexes zusammen. 

Aber auch hier ist absolut kein Ekeleffekt. Will man kein Blut dabei sehen, so nutzt man einfach den entsprechenden Stopfer.

"6. Manche machen's anal
Manche Paare nutzen die Erdbeerwoche um sich ihren analen Gelüsten hinzugeben. Und das hat
gleich zwei Vorteile: Sie umgehen das Blutgemetzel und bringen Abwechslung in Ihr Liebesleben!"

Nun - hier kann ich nur sagen: DAS UNTERSCHREIBE ICH!

Die Periode gehört zu den ganz normalen Vorgängen des weiblichen Körpers, während der fruchtbaren Jahre der Frau. Die einen fühlen sich dabei wohl, andere leiden an Schmerzen, doch niemand sollte sich wegen der Blutung schmutzig fühlen. Sie ist nicht ekelig, abstoßend oder dergleichen, sondern gehört schlichtweg zum Leben dazu. Und ganz sicher ist sie auch nicht die Strafe für Evas Sünde im Paradies.

Ob und wie Ihr Sex machen wollt, sollte nur von Euch abhängen und Artikel oder Websites, die behaupten, es sei ekelhaft oder abstoßend - die solltet Ihr mal gepflegt in die Ecke pfeffern. Es ist Euer Körper.

Mittwoch, 23. Dezember 2015

Frohe Weihnachten

Meine Lieben,

ich wünsche Euch allen ein wunderschönes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins Jahr 2016.

Dieses Jahr neigt sich dem Ende zu - winterlich ist es ja nun nicht wirklich. An manchem der letzten Tage meinte man eher, im Frühling angekommen zu sein. 

Das vergangene Jahr war turbulent, voller Höhe- und Tiefpunkte. Eine berufliche Veränderung, die eine oder andere langwierige Krankheit, doch zugleich auch unser verflixtes siebtes Ehejahr. Was soll daran eigentlich so verflixt sein? Für uns brachte es in der Ehe nur positives Neues. Wir lernten zwei tolle Menschen kennen und es entstand nicht nur eine wunderbare Freundschaft, sondern auch eine überaus anregende erotische Viererbeziehung. Beides möchte ich nicht mehr missen.

Ich danke den Menschen, die mich als Schreiberling in diesem Jahr unterstützten, meine Texte korrigierten, mir Kritik gaben, mich ermunterten, aber mich auch unterstützten, wenn ich schreibend wieder einmal nicht voran kam. Gerade letzteres kam in diesem Jahr leider häufig vor. 

Auf in ein neues Jahr - mit hoffentlich vielen neuen Geschichten.

Eure Aimee